Wo?

Rathaus, Rathausplatz 3

Was muss passieren?

Ein neues Rathaus muss her. Seit vielen Jahren ist der schlechte Zustand der Verwaltungsräume in der Gemeinde Grefrath bekannt. Die Zweiteilung der Verwaltung, die in den Rathäusern in Grefrath und Oedt untergebracht ist, ist für die Arbeit nicht optimal. Zudem sind die Gebäude dringend sanierungsbedürftig. Das sorgt nicht nur für eine schlechte Außenwirkung und eine demotivierende Arbeitsumgebung. Mangelnder Brand- und Arbeitsschutz, schlechte Hygienebedingungen und Schadstoffbelastung machen ein Handeln nun dringend erforderlich.

Wie ist der aktuelle Stand?

Der Haupt- und Finanzausschuss hat am 4. März 2021 den Bürgermeister beauftragt, die Planungen für die Zusammenführung der drei Verwaltungsfachbereiche einschließlich Stabsstellen am Standort im Ortsteil Grefrath unter Einbeziehung und Erhalt des historischen Hauptgebäudes voranzutreiben. Das schützenswerte alte Rathaus soll im Inneren umgebaut und mit einem neuen Anbau erweitert werden. Zusätzlich sollen die Freiflächen vor und um das Rathaus herum neu gestaltet werden. Ein Architektenwettbewerbsverfahren wird zurzeit vorbereitet.

Parallel zur Vorbereitung des Wettbewerbs hat die Gemeindeverwaltung bereits eine Bestandsaufnahme des Rathauses Grefrath und Umgebung vorgenommen und ein Verwaltungsorganigramm inklusive des zukünftigen Raumbedarfs erstellt. Eine Bauvoranfrage zur Abklärung der möglichen Bebauungstiefe und -höhe einschließlich der Abstandflächen und des Stellplatznachweises an den Kreis Viersen ist in Vorbereitung. Dargestellt wird eine mögliche Außenraumgestaltung mit einem attraktiven Vorbereich, inklusive Neugestaltung des Rathausparks mit Aufenthaltsqualität und Hochzeitsgarten und aller notwendigen PKW- und Fahrradstellplätze.

Das räumliche Konzept für das neue Rathaus soll insgesamt variabler und flexibler werden. Mehrfachnutzungen, Besprechungsinseln, Kaffeebars mit Meetingspoints, Arbeitsflächen anstelle von Verkehrsflächen, mehr Möglichkeiten für Homeoffice und versetzte Arbeitszeiten sowie eine digitale und mobile Arbeitsumgebung sind wichtige Prämissen für die Entwurfsfindung. Eine durchgängige Barrierefreiheit, ein offener und einladender Empfangsbereich, Wartebereiche, ein nach Möglichkeit dreifach teilbarer Ratssaal, der auch durch die Fraktionen genutzt werden kann, sowie die Implementierung der Polizei sind zusätzliche Vorgaben, die zu einer guten und wirkungsvollen Arbeitsatmosphäre beitragen sollen.

Das Thema Nachhaltigkeit und eine ressourcenschonende Architektur und Arbeitsorganisation bis hin zu einer im Idealfall Cradle to Cradle-Kreislaufwirtschaft soll ein Ziel des Entwurfs für das neue Rathaus sein.

Wie geht es weiter?

Eine Entscheidung mit anschließender Ausstellung der Entwürfe ist für Mitte 2022 vorgesehen. Über die Entwürfe des Architektenwettbewerbs entscheidet eine Jury, die sich aus sechs stimmberechtigten Fachpreisrichter/innen, fünf stimmberechtigten Sachpreisrichter/innen (ein Mitglied pro im Gemeinderat vertretener Fraktion) und nach Bedarf zusätzlichen Sachverständigen und Gästen ohne Stimmrecht zusammensetzt.